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Affliction (Paul Schrader, 1997)



Land: USA; AKA: Gejagte, Der
Regie: Paul Schrader
Darsteller: Nick Nolte, Sissy Spacek, James Coburn u.a.
imdb.com
Taxonomie: 

Schraders Film zeichnet eine Bild von Welt, das in unseren Kellern verstaubt: Wer wird geschlagen? Wer misshandelt? Wer schweigt? Zum Thema: Misshandlung von Kindern. Das filmische bzw. literarische Schicksal von Wade Whitehouse und seinen Geschwistern beschreibt sicherlich nur in geringem Maße die Gefühle von Opfern in unserer gesellschaftlichen Realität, unserem Alltag. Der Film zeigt Teufelskreis familiärer Gewalt, aus dem es einerseits schwer ist auszubrechen, andererseits jeder Einzelne selbst für sein Leben verantwortlich bleibt. Wade ist eine gescheiterte gescheiterte, gebrochene Figur, die Hier und Da die Möglichkeit wahrnehmen könnte das Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken, aber sich letztendlich selbst ins Abseits manövriert. In seiner Kindheit sieht Wade sich stets als Beschützer seiner Geschwister und seiner Mutter, indem er die Prügeleien vom Vater auf seine Schultern abzuwälzen versucht. Er möchte stark sein und in gewisser Hinsicht auch seinem Vater beweisen, was für ein harter Kerl, wie anders er ist. Doch die Gewalt von seinem Vater lässt ihn das ganze Leben nicht mehr los; sie hängt wie ein gebranntes Jesuskreuz über seiner Stirn und schnürt seine Möglichkeit einmal anders als sein Vater zu werden weiter ein. Der Dämon Vater; diese Konstante; die Erinnerungen an seine Kindheit bleiben im Vordergrund seines Handelns. Wade ist vor allem deshalb eine zum verlieren verurteilte Figur, weil er nicht begreift, dass er seine eigenen Probleme verdrängt, sie nie wirklich verarbeitet und mit dem Kummer in seinem Herzen durch die Straßen irrt. Er möchte alles richtig machen und für Gerechtigkeit einstehen, aber verkennt die Tatsache, dass er Situationen, Gegebenheiten völlig falsch einschätzt, gerade deshalb, weil er ja nicht einmal sich selbst einschätzen kann. Langsam aber sicher zermürbt ihn nicht nur sein Zorn auf die eigene Kindheit, sonder auch seine ständig weiteren Niederlagen, die er ertragen muss. Er verliert sich um seine Sorgen und Probleme weiter verdrängen zu können in der Trinkerei und nimmt immer mehr die Züge der Vatergestalt an, die ihn zeit seiner Kindheit verfolgt. Ein Teufelskreis aus dem Wade nicht mehr entkommen wird; er kann weder ein besserer Vater, ein besserer Ehemann, noch ein besserer Mensch sein als sein Vater, weil er nicht bereit ist diesen Schatten hinter sich zu lassen. (T. O.)

Quellen und Verweise: 

Affliction, Regie: Paul Schrader, DVD-Video, Wien: 08.10.2008; (Orig. US 1997).