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Am Rand (Ferry Radax, 1961–1963) & Forum Dichter Graz (Ferry Radax, 1967)

Taxonomie: 

Zwei wahnsinnig unterschiedliche Filme mit disparatem Charme. Im Zusammenspiel eine definierte Aussage, die sie allein nicht formulieren könnten. Da ist zuerst Am Rand: ein Tag mit assoziativen oder eher assoziativ wirkenden Schnitten. Ein Alltag zusammengeklebt und formuliert. Mit bissigem, poetischem Unterton und der Ton ist ja ein elementarer Teil des Films: Wiener Schmäh, Atmosphäre, Geräusche. Ein Spiel das an Kubelkas Afrikareise erinnert. Da gibt es auch den Hang zu den Tierkadavern und der Schlachtung, dessen Bewusstsein uns in der heutigen Gesellschaft so abhanden kommt. Ein wunderbarer Film. Dann die Darstellung der Grazer Forum Stadtparteigruppe: inszeniert, wortgewaltig, skurril, witzig. Ein Zeitdokument keine Frage. Die ganzen Autoren und ihre Texte in ganz inszenierten Episoden, irgendwie auch vorgestellt und eingeführt. Da merkt man vielleicht auch wie deren Texte lesbar sind. Zumindest bekommt man den phonalen Eindruck davon, der wichtig ist für diese Sprachtradition.

Quellen und Verweise: 

Am Rand, Regie: Ferry Radax, 16mm, Graz: Diagonale 21.03.2012; (Orig. AT 1961–1963).
Forum Dichter Graz, Regie: Ferry Radax, 16mm, Graz: Diagonale 21.03.2012; (Orig. AT 1967).