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Fehlermeldung

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Code Blue (Urszula Antoniak, 2011)

Taxonomie: 

Ein so stiller Film und die Stille ist hier bedrückend, beängstigend und gewalttätig. Was hier im Stillen passiert, ist nicht alltäglich. Ein durchkomponiertes, elliptisches Essay. Eine dürre, blonde Frau, die sich in Verzweiflung, Depression und Einsamkeit befindet. Da ist nichts mehr, an das sie glauben mag. Insofern verwundert es nicht, dass sie dem Tod frönt – mit ihren stillen Morden und der Sammelleidenschaft von Gegenständen der Toten. Die soziale Abgrenzung kulminiert in die Freude sich sexuell zu nötigen und überhaupt mit Schmerz auf andere Gedanken zu bringen. So ist auch der Moment, als sie die Vergewaltigung mit Genuss beobachtet und am nächsten Tag das Kondom mit dem restlichen Sperma aufliest, mit nach Hause nimmt und über ihre Oberschenkel träufelt, der Wendepunkt in der Geschichte. Die Fragen werden langsam beantwortet. Der Ruhe in den Bildern und in ihren Handlungen folgen Unruhe und Gewalt. An diesem Punkt ist sie bereit zwischenmenschlich Risiken einzugehen, sich mit Konrad – dargestellt von diesem famosen und vielseitigem, sich hier vor der Kamera wild masturbierenden Lars Eidinger – auseinander zu setzen, sich ihm völlig hinzugeben, ihm zu unterwerfen, die Gewalt anzunehmen – nackt; verkümmert; gekrümmt am Boden. Das muss ihren Selbstmord bedeuten, weil es sich für nichts mehr zu leben lohnt. Das akzeptiert man als Zuschauender mit Wohlgemüt. Die anstrengenden Bilder sind zu Ende. (T.O.)

Quellen und Verweise: 

Code Blue, Regie: Urszula Antoniak, DVD-Video, Euro Video 2012, Alfter: 22.09.2012; (Orig. DN/NL 2011).