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Cornelius Kolig. Anleitungen an die Ewigkeit oder/or Don‘t Fuck with Paradise (Sasha Pirker, 2011) & Colonnade Park (Heidrun Holzfeind, 2011)

Taxonomie: 

Zwei Dokumentarfilme über architektonische Studien, die unterschiedlicher nicht sein könnten – nicht nur die Filme sondern auch die Architektur. Da ist Cornelius Koligs Paradies – intim, gewaltig, eigenartig. Gezeichnet von Sasha Priker in sehr statischen, musealen Aufnahmen, zumindest aus der Perspektive der Kamera. Im Paradies ist Leben und das ist ja auch abgebildet und hörbar und schließlich ist es auch das, um was es diesem Künstler geht: Ursprung, Natur, Kreisläufe (Leben und Tod). Dass ist seit Jahren Koligs Anliegen. Über seinen Tod hinaus, seine Kunst lebendig zu erhalten: An den Klon! Diese Sprachfetzen aus seiner Volume I sind nur Anleitungen für einen oder mehrere künstlerische Prozesse für nach seinem Tod. Mit Mies van der Rohe ist der Film Colonnade Park in gewissem Sinne einem weiteren Künstler gewidmet. Aber in ganz anderer Form. Es ginge um die Architektur und doch sind es nur Geschichten von Menschen – oberflächlich, gealtert, fast schon abgestorben. Das ist Kritik, auch im Kontext der Unmöglichkeit Architektur dort zu filmen. Man könnte sie präziser erzählen! (T.O.)

Quellen und Verweise: 

Cornelius Kolig. Anleitungen an die Ewigkeit oder/or Don‘t Fuck with Paradise, Regie: Sasha Pirker, Digital, Graz: Diagonale 22.03.2012; (Orig. AT 2011).
Colonnade Park, Regie: Heidrun Holzfeind, Digital, Graz: Diagonale 22.03.2012; (Orig. AT/US 2011).