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finstere Tal, Das (Andreas Prochaska, 2013)



Land: Österreich
Regie: Andreas Prochaska
imdb.com

Ins Tal steigt er hinab, um zu töten, sich zu rächen... Aus dem Tal steigt er heraus und spürt keine Befriedigung. In dem Racheakt für das Schicksal seines Vaters und seiner Mutter bringt Greider acht Menschen um: den Brennerbauer, seine sechs Söhne und den örtlichen Priester. Andreas Prochaska inszeniert mit Das finstere Tal knallhartes Genrekino, verortet in Südtirol, ein europäischer Western: natürlich mit Referenzen und Bezügen, die aber über eine reine Westernhommage hinaus gehen. „Die Freiheit ist ein Geschenk, das sich nicht jeder gerne machen lässt.“ In diesem Tal herrschen andere Gesetze. Die Bewohner ordnen sich einer gewaltsamen Hierarchie unter, derer die Brennerbauern vorstehen und auch vor sexueller Gewalt nicht zurückschrecken. Am Ende müssen sie mit einer gewonnen Freiheit umgehen, die sie nicht unbedingt wollten. Das ist nur eine Randbemerkung des Films und öffnet Gedanken die Geschichte weiter zu spinnen, verklärt aber auch ihr starres Akzeptieren der tyrannischen Kontrolle des Brennerbauern – mit gehangen, mit gefangen. Der Bruch durch Greider ist demnach weder als Erlösung für das Tal zu verstehen, noch für ihn selbst: ein reiner Racheakt und Sünde durch und durch. Diese Ambivalenz zwischen Suchen und Finden kommt wunderbar in der Inszenierung Prochaskas zur Geltung – opernhafte, übertreibende Filmmusik und eingewobene wummernde Popsongs: Leon Bibbs Sinner Man in zwei verschiedenen Interpretationen an den Anfang und das Ende gesetzt. Das und auch einige andere Elemente erinnern mich an Bunuels The Young One. Sam Riley als Greider spielt einen fremden, wortkargen Rächer, der fast immer tief vermummt auftritt. Rileys Gesicht stets mit einem emotionslosen bzw. gequält lachendem Ausdruck: gezeichnet und getrieben von seinem inneren Zorn. Die große Leistung des Casts diesen Schauspieler unbedingt für diese Figur besetzen zu wollen. Zu guter Letzt sind es die Kamerabilder, die dem Film eine Atmosphäre geben, die einerseits die Kälte und Brutalität als Stilmittel in einer gewissen Westerntradition zu nutzen weiß. Die Winter sind lang und kommen doch zu einem Ende... (T. O.)

Quellen und Verweise: 

Das finstere Tal, Regie: Andreas Prochaska, DCP, Graz: Diagonale 22.03.2014; (Orig. AT 2013),
Vgl. Thomas Willmann, "Das finstere Tal", artechock film, http://www.artechock.de/film/text/kritik/f/fital.htm, 28.03.2014.
Abb.: "Greider (Sam Riley)", X Verleih AG, http://www.dasfinsteretal.x-verleih.de/de/Bilder/, 28.03.2014.
Video: "Das Finstere Tal - Teaser Österreich", Channel Filmladen Filmverleih, youtube.com, http://www.youtube.com/watch?v=5OHizyIxh0g, 28.03.2014.