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müde Tod, Der (Fritz Lang, 1921)

Taxonomie: 

Denn Liebe ist der Start in den Tod. Der müde Tod: „Ich bin es müd' der Menschen Leid zu sehen.“ Es gibt kein Mittel die Entscheidung Gottes über Tod und Leben zu überwinden. Vielleicht ist die Liebe stärker als der Tod. Die Unsicherheit bleibt in diesem Satz existenziell. Der Tod eröffnet der Liebenden zwei Möglichkeiten den Tod ihres Mannes rückgängig zu machen, mit aller Voraussicht dieses ausweglosen Vorhabens. Erstens: Wenn sie einen Tod von drei Menschen, die bald sterben werden, verhindern kann, schenkt ihr der Tod ihren Mann. Das umkehrbare Schicksal? Welche Kraft hat der Mensch über das, was vorbestimmt ist. Kann er eine Wandlung mit seinem Handeln über den Tod hinaus herbeiführen? Zweitens: Innerhalb einer Stunde soll die Liebende dem Tod ein noch nicht vollendetes Leben schenken – unverbraucht und rein. Als Gegenleistung bekommt sie das Leben des Mannes geschenkt. Eine moralische Frage: Ist es moralisch richtig ein anderes, unschuldiges Leben (gar ihr eigenes) für ihren Mann zu opfern? Lang exerziert in Der müde Tod den Tod als etwas Unüberwindbares und die Frage nach dem Schicksal, dem Vorbestimmten: der Wunsch nach einer Überwindung durch Menschenhand – in Selbstbestimmung, in prometheischer Individualität, in Schaffenskraft. Nichts überwindet den Tod, selbst der Tod ist müde ob seiner Aufgabe für Gott Leben auszulöschen – hilflos, fremdbestimmt. Langs Bild des Todes als müden Arbeiter: in schwarzem Gewand, mit schwarzem Hut und tiefen Furchen im Gesicht – ausdruckslos, verbittert, reumütig. Die Verfilmung eines deutschen Volksliedes in sechs Bildern bietet stilistisch und dramaturgisch Innovatives: filmtechnische Effekte und Exotik von Vers drei bis fünf. Zeit- und Raumsprünge definieren das Medium Film und Langs Bild davon: „Wer sein Leben wegwirft, der wird es gewinnen.“ (T. O.)

Quellen und Verweise: 

Der müde Tod, Regie: Fritz Lang, DVD-Video, Kriftel: 25.12.2014; (Orig. DE 1921).