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Malèna (Giuseppe Tornatore, 2000)

Taxonomie: 

Film in Perfektion: ungeliebte Liebe, nicht gelebtes Beisammensein. Der junge Renato vergöttert wie die ganze Stadt die Schönheit von Malèna. Im Unterschied zum Rest respektiert er sie als Persönlichkeit. Dieser Respekt geht den anderen Stadtbewohnern ab. Wer ist Malèna? Erstens: eine wunderschöne und begehrenswerte Italienerin. Zweitens: eine leidenschaftlich liebende und treue Ehefrau. Drittens: eine Person in Not, die nach dem Tod ihres Mannes und dem sich zuspitzenden Krieg zur Arbeit als Prostituierte gezwungen ist (auch für die Nationalsozialisten). Das wird ihr als Frau mit dem Kriegsende zum Verhängnis – wuchtig, emotional, aufreibend. Auf dem Marktplatz wird Malèna verprügelt und die Peiniger schneiden ihr die Haare ab. Tiefste Demütigung! Ihr vorheriger Laufsteg, über den sie andächtig und mit allem Stolz, mit Würde und Antlitz überquerte, ist nun zu einem mittelalterlichen Strafplatz verkommen, auf dem sich das Volk an der Erniedrigung und Bestrafung erfreut. Die ganze Stadt schaut zu wie furiose Ehefrauen sie strafen, verprügeln, entwürdigen. Der Junge Renato, dessen Faszination für Malèna Ausgangspunkt dieser Geschichte ist, steht gelähmt daneben und schaut zu. Dieser Gestus passt zu seiner Figur: verfolgend, beobachtend, voyeuristisch, obduzierend, die dennoch als Einzige positiv konnotiert ist. Zwar ist auch er auf ihre Schönheit und ihre körperlichen Reize fixiert, aber gleichzeitig schreibt er ihrem totgeglaubten jedoch zurück gekehrten Ehemann einen Brief über die Wahrheit seiner Malèna. Durch diesen Akt findet der Film ein trotziges Ende: Malèna an der Seite ihres Mannes kehrt zurück auf ihren Laufsteg, mit ihrer Würde, mit ihrem Stolz, als Persönlichkeit. (T. O.)

Quellen und Verweise: 

Der Zauber von Malèna, Regie: Giuseppe Tornatore, DVD-Video, Kriftel: 12.01.2015; (Orig. Malèna, IT/US 2000).