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Melancholia (Lars von Trier, 2011)



Land: Dänemark
Regie: Lars von Trier; Drehbuch: Lars von Trier; Kamera: Manuel Alberto Claro; Schnitt: Molly Marlene Stensgaard
Darsteller: Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Alexander Skarsgård u.a.
imdb.com
Taxonomie: 

Earth and Death. Das Leben mein Tod. Das Sterben eine große, fast stille Depression. Ich bin im Nichts. Im Nirgendwo. Meine Melancholie trage ich nicht im Herzen, sondern sie wird mir von Außen, von etwas Größerem herangetragen. Sie fliegt auf mich zu. Bis zum Tod. Das Ende meiner Melancholie, meiner Depression ist immer der Tod. Die Explosion. Das Ende. Doch viel mehr zum Film. Ein Prolog und zwei Akte. Ganz laut. Epochal. Und ganz still. Im Kleinen. Die Kleinigkeit, die sich auftürmt zu einem großen Schlag, dem absoluten Gau. Ins Nichts. Das Nirgendwo. Du bist und bedeutest mir nichts, weil ich selber nichts mehr bin und nichts mehr bedeute. Da ist nichts mehr aus dem Weg ins Nichts; das Nichts, das unausweichlich ist. Nichts dagegen tun können. Nur sterben. Das Sterben vollzieht der Film. Das Bewusstwerden über das Sterben – das ja schon angekündigt ist – vollzieht der Film. Erster Akt: Justine. Die Kamera ist unruhig. Sie sucht nach Lösungen. Sie sucht nach Auswegen. Da ist noch Unverständnis. Da ist noch Unklarheit und das Bild bleibt wild. Doch zunehmend wird klar, da ist nichts anderes mehr als das Sterben, als Depression, nur noch die Akzeptanz von Tod. Zweiter Akt: Claire. Nichts ist klar. Alles bleibt ein unklares Gefühl. Es hilft keine Ratio mehr – und die nimmt sich schließlich auch selbst den Tod. Es hilft kein Denken, weil das Denken ja zu nichts mehr führen kann. Es hilft kein handeln. Es hilft kein Vorbeugen. Dort ist kein Weg hinaus oder hinein. Es gibt keinen Schutz. Kein mögliches, zukünftiges Leben. Nur eine kleine, imaginäre (Indianer)Hütte, die Illusionen vortäuscht, wobei längst allen das Reale klar ist. Man schützt sich nur noch vor der Angst. Angst vor dem Tod. Sonst nichts mehr. Nichts. Nirgendwo. Aus. (T.O.)

Quellen und Verweise: 

Melancholia, Regie: Lars von Trier, 35mm, Wien: Votivkino 05.11.2011; (Orig. DK 2011).
Video: "David Lemaitre - MEGALOMANIA - [OFFICIAL VIDEO]", youtube.com, http://www.youtube.com/watch?v=llIo5Mvubwc, 26.06.2013.
Vgl. "DAVID LEMAITRE 'MEGALOMANIA'", spex - Magazin für Popkultur, http://www.spex.de/2013/04/19/david-lemaitre-megalomania-video/, 26.06.2013.