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Passo di Bove, A (Baumann/Sigrist, 2011)

Taxonomie: 

Oftmals bleibt eine Idee nur eine träumerische Spielerei, weil sie so absurd oder so unzeitgemäß ist, das verschiedene Faktoren es nicht zu lassen, damit erfolgreich zu sein. Walter Messner hat solche eine Idee und kämpft dafür oder hängt sich daran. Am Ende wirkt seine Manie so absurd, so unwillkürlich. Aber wenn man gefilmt wird, hat man vielleicht auch einen anderen Zwang, eine andere Aufgabe. In jedem Fall macht es Spaß diesem Mann zuzuschauen – exzentrisch, kritisch, herzig. Ein Lebemann vor dem Herrn und gleichzeitig ein unaufhörlicher Arbeiter. Das er jetzt ganz unverhofft verstorben ist, trübt die Stimmung ein wenig und trotz allem Charme der Idee, der Fakt, dass dieses Vorhaben nicht in dem Sinne möglich war. Das fehlt dem Film irgendwo, aber vielleicht könnte man dann das Scheitern dezidierter thematisieren, aber für Messner war es schließlich doch ein Erfolg, eine vollbrachte Tat. Nur ist es fragwürdig für mich, ob das dann aus ihm selbst gekommen ist oder nur der Drang das zu tun, das Ziel irgendwie zu erreichen, auch wenn es nicht dem entspricht, was man eigentlich vorhatte. Damit habe ich schon ein Problem beim Erleben des Film, da fehlt mir der Anreiz, das absolute I-Tüpfelchen. (T.O.)

Quellen und Verweise: 

A Passo di Bove, Regie: Baumann/Sigrist, Digital, Bern: Lichtspiel 12.04.2012; (Orig. SZ 2011).