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Long Voyage Home, The (John Ford, 1940)

Land: USA; AKA: Der lange Weg nach Cardiff
Regie: John Ford
Darsteller: John Wayne, Thomas Mitchell, Ian Hunter u.a.
imdb.com
Taxonomie: 

Atmosphärisch in Dunkelheit und Nebel getaucht. Ein Munitionstransport durch den Atlantik. Thema ist: das Überleben und der Kampf auf dem Schiff gegen Alkoholismus, Spionage und Intrigen. Ein düster Film: im tiefem Schwarz und Grau des Filmmaterials sind die Figuren nur Teil einer unruhigen Seelandschaft, Schatten ihrer Selbst, Funktionsapparate. Silhouetten als schemenhafte Abziehbilder ihrer Identität: Seemänner. Zu Beginn steht Schwarz auf Weiß geschrieben, dass sich der Seemann niemals verändert, sondern in seinem Charakter unveränderlich ist, in seiner Seele und seinem Wesen die Qual der See stets aufs Neue wieder aufzunehmen – eine Form der Parabel. Trotz oder gerade wegen und entgegen allen Widrigkeiten, formt sich eine Einheit unter den Seemännern auf der Glencairn. Dort Draußen ist es stürmisch, lebensgefährlich, einsam. Alle hegen dieselbe Sehnsucht: nach Hause kommen. Aber wo ist dieses zu Hause? Diejenigen die davon träumen, haben keines; diejenigen die eines haben, kehren nicht heim. Dieser Film ist auch eine Studie über den irischen Charakter und somit eine Geschichte über Fords eigene Identität. Und doch vor allem ein Kriegsfilm – experimentell, prägnant. Ein Kriegsfilm zur Zeit des Zweiten Weltkriegs – zeithistorisch, aktuell, bitterböse. Im Grunde gibt es kein Happy End. Im Krieg gibt es keine Sieger, Opfer zu genüge. Der Film ein Dokument: die Willkür und Zwecklosigkeit des Sterbens, als Seemann ehrenhaft auf See. Ob Ole der Schwede seine lange Reise nach Hause letztlich erfolgreich bestreitet, kann nur ein Hoffnungsschimmer bleiben. (T. O.)

Quellen und Verweise: 

The Long Voyage Home, Regie: John Ford, 35mm, Paris: Cinémathèque francaise 18.01.2015; (Orig. US 1940).