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Sex

Wieder dieser Film und wieder eine tiefe Depression. Auch weil ich wieder gemerkt habe, dass mich Ekelhaftes auch erregen kann. Das macht mir solche Angst und gleichzeitig ist es Teil des Films, Teil des Themas, dass dieser Film verhandelt. Mechanische Sexualität. Ich will per se nicht sagen, dass mich da irgendetwas anwidert, weil schon einige Abnormalitäten zu sehen sind. Aber meiner Erfahrung nach, darf es nicht als abnormal ausgestellt werden. Das wäre falsch. Menschen sind Individuen, aber man darf gegen etwas sein, gegen diese Mechanik, gegen dieses stupide Rein und Raus und da sind die Frauen auch Teil der Maschinerie, Teil des Spiels oder des Lebens, wie man will. Die Verrohung arbeitet Derflinger natürlich exzellent und ohne Pathos heraus. Eigentlich lässt sich auch keine Wertung erkennen, nur wertet man ja selbst oder nimmt die Emotionen der Charaktere auf, die hier ja nicht in dem Milieu aufgewachsen sind. Das ist ja nicht der Fall. Ein ausgezeichneter Film, der mich erneut in eine Melancholie schmeißt, die richtig ist. (T.O.)

Prostitution. Das älteste Gewerbe der Welt. Das sagt man so. Doch was steckt eigentlich dahinter. Was meint das. Für mich und für alle. Ein Gewerbe. Die Welt. Es sieht gar nicht aus wie die Hölle. Manches in Hochglanz poliert. Anderes ein bisschen dreckig, marode, alt. Aber es sieht nicht aus wie die Hölle. Schein. Der Schein. Alles nur Fassade. Alles eine Lüge. Herr Glawogger entlarvt diese Lüge diesen Schein auf so subtile Art und Weise, dass es mir Angst macht. Prostitution, das Laster der Welt. Alles monotone Gesichter. Versteckt hinter unglücklichen Wahrheiten. Alles Lüge. Alles Schein. Doch Geld zum Leben, zum Überleben brauchen alle. Der Trieb überlebt alles. Eine Lösung gibt es nicht. Eine Lösung für alle kann es nicht geben. Genau wie Dickinson es beschreibt. Und dafür gebührt Herrn Glawogger größter Respekt. Dickinson dafür zu benutzen. Für dieses Triptychon, für diese Geschichten; diese harmlos wirkenden Geschichten. Doch was unterscheidet uns von diesen fickenden, monoton fickenden Hunden. Nichts. Andere Hunde begaffen uns; gehen raus und feiern ihren Weg; den wirklich Niemand wirklich braucht. Solch ein Weg. Wie Hunde die keine Hunde mehr sind, sondern Menschen und das viel besser als die Menschen, die zu Hunden verkommen sind. Doch die Hure ist nicht die eigentliche Hure. Es sind diese Hunde. Huren ihrer selbst. (T.O.)

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